Horns-Drehorgelmusik


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Berichte 1

Bezaubernde Drehorgelmusik
(bi / Die Botschaft / Foto: B.Wullschleger / R.Horn)
Trotz des schönen Spätsommerabens strömten die Menschen von nah und fern Richtung Kirche. In der Kirche mit den wundervollsten Drehorgeln und ihren festlich gekleideten Spielern herrschte ein besonders Ambiente. Wie immer wurden die Zuhörer mit dem "Grüss euch Gott" willkommen geheisen und wie immer führten die beiden Organisatoren Theres und Georg Dietschi durch das Programm.

Aus einen Strauss bekannter Melodien stachen der "Ungarische Tanz" und der "Einzug der Königin von Saba" besonders hervor. Wie vielseitig eine Drehorgel sein kann, kam in diesen Stücken ausdrücklich zur Geltung. Nach den Grussworten durch Gemeindeammann R. Fuchs ertönte John Philips Sousas Marsch "The invincible Eagle", den man eher von von einer Brass Band erwarten würde.Der Drehorgelspieler Edi Niederberger hat die Walze für diesen Marsch selbst gefertigt.
Mit Gesang, Kirchenorgel und Harmonium!
Mit dem Lied "Traumzeit" aus Cats begeisterte René Bolzens schöne Tenorstimme, die von seiner Frau an der Drehorgel begleitet wurde. "Ausgerechnet ein Mann, der keine Haare mehr auf dem Kopf hat, spielt Rosinis "Barbier von Sevilla" scherzte Theres Dietschi. Der Vortrag war ein Ohrenschmaus, genauso wie das "Air" von J.S. Bach, das von Martin Zumbach auf seine selbst gebauten Orgel gespielt wurde.
Als absolutes Higlight ertönte von der Empore die Kirchenorgel, gespielt von Josef Raffins Tochter Friedlinde. Im Chor gaben synchron dazu Josef Raffin selber und sein Schwiegersohn Rafael Engeser das berühmte Stück "Highland Cathedrale" zum Besten, das die Zuhörer mit einer Standing Ovation belohnten.

Als Zugabe vernahmen sie das berühmte "Conquest of Paradise", gespielt von Vater, Tochter und Schwiegersohn auf einem Harmonium, ebenfals Marke Raffin und zwei Drehorgeln.
Bevor das traditionelle "Sag dankeschön mit roten Rosen", gesungen von allen Spielern und Zuhörern, erklang, gaben Gerd Arnold und die durch drei Frauen mit Gitarren verstärkten "Stammtischler" das wunderschöne "Amazing Grace" zum Besten.
Erfüllt von den Klängen eine wunderbaren Konzertes verliess das Publikum die Kirche, um die laue Sommernacht auf seine Art zu geniessen.

Ein Hoch auf die Drehorgel!
(tf / die Botschaft / Fotos: B.Wullschleger / R.Horn)

Drehorgel ist gleich Drehorgel? Eben nicht-auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag. Die Welt der Drehorgel ist sehr vielfälltig. Das konnte, wer wollte, am diesjährigen Drehorgeltreffen mitten in Bad Zurzach "live" erleben. Da spielte im Schatten vor dem Verenamünster ein Herr auf seiner Erman Genevé, einer Zungenorgel und sang dazu ein schönes Operettenstück. Nur unweit davon, direckt vor dem Gebäude des Höfli-Museums prallten derweil zwei Welten aufeinander. Hier die klassische mechanische Raffin-Orgel, dort eine vollelektronische Drehorgel. Keine ist besser, aber beide sind anders. Ein paar Meter weiter den Flecken hinunter, an der Ochsenkreuzung spielten währenddessen zwei Drehorgeln im Duett. Wunderschön fürs Ohr und nicht alltäglich unter den heute hier anwesenden 60 Drehorgelspielern. Stammgäste hingegen sind inzwischen die "Stammtischler"-sie entzücken einmal mehr mit ihrem Gesang in den Zurzacher Gassen.


Markfeeling im Flecken!
In diesen Gassen stehen an diesem Samstag bei schönsten Wetter neben den Drehorgelspielern jede Menge Marktfahrer . Erst beide zusammen verleihen dem Drehorgeltreffen mit Floh-und Antiquitätenmarkt seinen ganz besonderen Charakter. Und die Besucher, so hat man den Eindruck, sind diesmal besonders in Kauflaune. An den Ständen jedenfalls herrscht schon früh Hochbetrieb. Vermutlich hat sie die 1. Shopping Night, die am Abend zuvor über die Bühne ging "gluschtig" gemacht.
Bei aller Hartnäckigkeit nicht zu kaufen war überigens das älteste Stück auf dem Platz eine Drehorgel mit Baujahr 1903, sonst nur noch im Museum in Berlin zu sehen. Und Bad Zurzach wird seinem Ruf als Drehorgelmekka der Schweiz einmal mehr gerecht.

Nostalgiefest weckt Erinnerungen!
(Ignaz Good / Sarganserländer Fotos:R.Horn))
Am letzten Sonntag hat das Dorf Weisstannen sozusagen in der Vergangenheit gelebt. Die Uhr wurde auf 10000 Meter über Meer - für acht Stunden - auf
"S `Pureläbe vu geschter"
zurück gedreht. Das Besucherinteresse am 1. Nostalgiefest war überwältigend. Die Fotoausstellung von Pius Rupf mit schwarz - weiss Zeitzeugen, der Handwerkermarkt, die Oldtimer - Traktoren und die 15 Drehorgelspielerinnen und Drehorgelspieler, welche an verschiedenen Orten im Dörfli spielten, sorgten für Begeisterung.

Die Uhr drehte sich vor geraumer Zeit zwar nicht langsamer, dafür war die Arbeit hart und die Hilfsmittel noch bescheiden. Genau auf diesen Aspekten wurde das 1. Nostalgiefest im Weisstannental aufgebaut. "S`Pureläbe vu geschter" - mit diesem Motto wollte der Stiftungsrat Erlebnis Weisstannental mit Präsidentin Agnes Schneider - Wermelinger möglichst viele Menschen am Sonntag hinauf in das auf 1000 Meter gelegene Bergdörfchen locken. Nach dem Biedermeierfest im letzten Jahr, bei dem nicht nur Prunk, sondern auch das alltägliche Leben mit Armut gezeigt wurde, wurde von Weitsichtigen beschlossen, jedes Jahr einen geeigneten Anlass zu lancieren.

Das sich das Engagement für Land und Leute auch dieses Jahr gelohnt hat, zeigten die vielen dicken Komplimente von Besuchern aus der Region und auch von weiter her. Eine Ausstellung oder ein Markt, der das gewisse Etwas beinhaltet, ist nicht ganz einfach auf die Beine zu stellen. Unterstützt von von Sympathisanten ausserhalb der Talschaft ermöglichten diesen Anlass erst. Unter dem Strich: Der Aufwand hat sich gelohnt. Über 1000 Neugirige überfluteten das idylische Dörfchen Weisstann. Für grosse und kleine Besucher gab es allerhand zu entdecken und zu erleben. Insbesondere die Sonderausstellung in der Mehrzweckhalle mit Ablichtungen verflossener Tage, von Unukum Pius Rupf, wurde durch "alle Böden durch" gelobt. Die 50 gezeigten Bilder in schwarz-weiss bewiesen, welche guten Adleraugen der bärtige Flumser-Kleinberger zusammen mit Gespühr und auch Instinkt fürs Wesentliche, zu vereinen versteht.

Wer durch den Handwerkermarkt schlenderte - welcher gespickt war mit Produkten aus der Region und von den Alpen - merkte sofort, dass nur gute Qualität und kein Kitsch zum Kauf lockte. Die schon bestehende Angebotspalette wie die "alte Post" oder die alte Säge, wurden geschickt in den Event miteinbezogen. Drehorgelspielerinnen und Spieler aus vielen Landesteilen sorgten mit ihren Instrumenten an allen Ecken für nostalgische Stimmungshöhepunkte. Erstaunlich viele motorisierte Landwirtschafts-maschinen aus Grossvaters Zeit rundeten die gelungene Ausstellung ab.

Drehorgelspieler präsentieren Nostalgie nach Noten!
(Bericht:P.Spalinger Foto:W.Fausch)

Es gehört schon zur schönen Davoser Tradition, dass alle zwei Jahre ein Dehorgel-Festival durchgeführt wird. Am Wochenende folgten insgesamt 23 Drehorgelspielerinnen und Spieler der Einladung von Walter Fausch und Heinz Rathgeb und verwöhnten ihr Publikum an verschiedenen Orten mit nostalgischen, aber auch modernen Melodien.

Am Samstag hatten die Organisatoren Wetterglück und konnten die Zuhörer unter anderem am Bubenbrunnenplatz bei bestem Wetter begeistern. Am Samstag und Sonntag umrahmten die Drehorgelspielerinnen und Spieler diverse Gottesdienste, sowie die Einweihungsfeier der Tschuggen-Kapelle musikalisch, ehe beim Seehofseelein das Finale stattfand. Am Ende waren alle zufrieden und freuen sich schon auf das nächste Festival!

Da staunten die Fahrgäste nicht schlecht!
(Bericht:C.Näpflin Fotos:R.Horn)
Anlässlich des monatlichen Überrachungstages zum 100-Jahr-Jubiläum der Treib-Seelisberg-Bahn spielten am Samstag Drehorgelspielerinnen und Spieler in beiden Bahnwagen. Als prominenter Mitarbeiter war der ehemalige TV-und Radiomoderator Kurt Zurfluh zur Freude der Gäste im Einsatz.
Nebst einem Monatsthema findet auch jeden Monat ein Überraschungstag zum Jubiläum der Treib-Seelisberg-Bahn statt.

Am letzten Samstag erfreuten Drehorgelspielerinnen und Spieler die Gäste in beiden Bahnwagen während der 8-minütigen Fahrt. "Die Handys waren im Dauereinsatz und fotografierten unsere Instrumente und romantischen Kleider", freute sich Gerda + Reinhard Horn über die gelungene Überraschung in der Bergbahn. Spontan wurde bei bekannten Melodien mitgesungen und der eine und andere Fahrgast durfte sogar selber einmal beim Drehen der Orgel Hand anlegen. "Die Fahrgäste und wir Spieler hatten auf jeden Fall viel Spass während der Bahnfahrt" erklärten Therese + George Dietschi, die noch nie in einer Bergbahn als Drehorgelspieler im Einsatz waren. Am Sonntag begleiteten die vier Drehorgelspielerinnen und Spieler den Gottesdienst in der Pfarrkirche und gaben im Anschluss im Dorf an verschiedenen Orten zur Freude der vielen Ausflugsgäste ein Ständchen.

Kurt Zurfluh als Bahnmitarbeiter!
Als weitere Überraschung war der ehemalige TV-und Radiomoderator Kurt Zurfluh als Bahnmitarbeiter am letzten Samstag im Einsatz. Einige Gäste waren Baff, als der beliebte Moderator sie nach dem Billett fragte, dieses sachkundig prüfte und entwertete für die Fahrt. "Das hätte ich mir nie träumen lassen, dass Kurt Zurfluh mich einmal nach dem Billett für die Fahrt nach Seelisberg fragen würde", bemerkte ein weiblicher Fahrgast voller Freude.

Zahlreiche Gäste wollten natürlich ein Erinnerungsfoto mit dem prominenten Mitarbeiter der Treib-Seelisbergbahn. Es gab spannende Gespräche mit den Gästen während der Bahnfahrt, welche Kurt Zurfluh natürlich über sein Wissen und Können ausfragten. "Für mich war dieser Einsatz ein tolles Erlebnis. Zum einen der Kontakt mit den überraschten Gästen und zum andern einmal selber die romantische rote Bergbahn von Treib nach Seelisberg fahren zu können" erklärte der begeisterte Kurt Zurfluh.
Der nächste Überraschungstag findet am 22. August statt.

Wenn der Kriminaltango aus einer Drehorgel tönt!
(Bericht: hi Die Botschaft / Fotos: R.Horn / B.Wullschleger)
Bad Zurzach -
Mit dem "Grüsst euch Gott alle miteinander" aus dem Vogelhändler wird das Publikum alljährich zu Beginn des klassischen Drehorgelkonzertes begrüsst.Wie immer war die reformierte Kirche bis auf den letzten Platz besetzt, obwohl die Spätsommersonne warm durch die malerischen Fenster schien und eher zum Ver-weilen im Freien einlud. Doch die vielen Fans liessen sich nicht von traditionellen Anlass ab-bringen. Das erneut von Theres und Georg Dietschi organisierte Drehorgelkonzert ist nämlich immer wieder etwas Besonderes.

Bunter Melodienstrauss
Im Kirchenschiff reihten sich Drehorgel an Drehorgel, wundervolle Kleinode, viele mit wertvollen Intarsien, geschnitzten Figuren und Malereien verziert, ältere und jüngere.

Und alle kamen sie zum Einsatz und liessen bekannte und weniger bekannte Melodien er-klingen. Julius Fuciks "Florentiner Marsch" zum Beispiel ordnet man eher einer Brass Band zu. Er kam auch mit der Drehorgel, gespielt von H. Egli beim Publikum gut an. Oder der Vortrag von Kurt und Cécile Mohn, bei dem die Ehefrau ihren Mann mit Peter Alexanders Ohrwurm "Die kleine Kneipe" mit der Drehorgel begleitet. Besonders fiel das extra für dieses Konzert arrangierte Stück auf: "Der Faustwalzer grüsst die Tritsch-Tratsch-Polka", von E. Studer und Ch. Schumacher synchron wieder-gegeben.

Kriminaltango mit einem Schuss
Mit einem Schuss Theatralik spiele E. Niderberger, selber bekannter Drehorgelbauer, den Kriminal- tango, für den er die Walze selbst bestückt hat. Für den Pistolenschuss, der in dem Stück vor-kommt, klappte er einfach den Drehorgeldeckel zu, was unter den Zuschauern für Gelächter sorgte.

Der Heimwehzurzacher, R. Horn war ebenso mit von der Partie wie René und Margrit Bolzen, deren Wolgalied so richtig unter die Haut ging. Drei ältere Spirituals ertönten aus einer viel älteren sogenannten Predigerorgel aus dem Jahre 1880. In der USA war diese früher Begleitinstrument der Wanderprediger. Der jüngste im Bunde, C. Schulthess, brachte das Publikum beinahe zum Schunkeln, als er auf seiner Drehorgel, welche - wie Georg Dietschi bemerkte - dreimal so alt ist wie er selber, das "Wer soll das bezahlen" anstimmte.

Grosse Namen wie Rossini, Verdi und Mozart
Meisterhaft, auf höchstem Niveau und facetten-reich gespielt, begeisterte G. Dietschi mit dem Finale aus der Overture von "Wilhelm Tell". Der über 80-jährige "Grandseigneur" und Orgelbauer M. Zumbach gab Verdis Triumphmarsch aus der Oper "Aida" zum Besten. Was wäre das Drehorgel-konzert ohne den vor Lebensfreude sprudelnden J. Raffin aus Überlingen?

Seine Tochter Friedlinde und ihr Mann R. Engeser faszinierten mit einem Synchronspiel, der "Klaviersonate in F-Dur" von W.A. Mozart, in dieser Form eine Uraufführung in Bad Zurzach. Das gefühlvolle Lied, getextet von G. Tersteegen "Ich bete an die Macht der Liebe", liess wohl niemanden in der Kirche unberührt. Die Stamm-tischler, drei Gitarren, ein Kontrabass begleiteten G. Arnold gesanglich mit seiner Drehorgel.
Die grosse, illustre Drehorgelfamilie versammelte sich zum Schlusslied:
Sag dankeschön mit roten Rosen
kräftig mitgesungen von den Zuhörern - ohne das man sich das Ende des glazvollen Anlass gar nicht vorstellen könnte.

Das erste Biedermeier-Festival ist erstklassig!
Bericht: Axel Zimmermann (Sarganserländer) Fotos: R.Horn

Am Samstag und am Sonntag hat in Weisstannen die Vergangenheit gelebt. Handwerker, Marktfahrer und vor allem viele Umzugsteilnehmer zeigten eine reiche, althergebrachte Kultur. Das zahlreiche Publikum hat stark applaudiert.


Heimweh abstreifen war nur eine Möglichkeit. Viele der Besucher des Festumzuges hatten zwar einen Bezug zum Weisstannental. Aber auch viele Teilnehmende und Gäste sind einfach allgemein mit dem Weisstannental verbunden. Sie haben ihre Anerkennung für alle Aktivitäten mit ihrem Dabeisein ausgedrückt. "Ich komme zurück nach Weisstannen", hiess es gestern oft. Das Tal zu geniessen war angesagt.
Ausschlafen war nicht möglich
Die Tagwache hat der Tambour der "Schweizer Soldaten von anno dazumal" gemacht. Zum rechten schauten auch die Melser Nachtwächter. Früh auf den Beinen waren ebenso die Drehorgelspieler in der Frühmesse.

Der Markt, die Ausstellung alten Handwerks und die Festwirtschaft im grossen Zelt haben auf Hochtouren funktioniert. Ein Auto ums andere ist ins Weisstannental gefahren, die Busse haben ihr Angebot vervielfacht und das Dorf Mels, den Pizolparkplatz und den Bahnhof bedient.
"In Weisstannen hat es fast lauter Engel", bemerkte Helene Schönbächler, Wirtin vom Hotel Gemsli, gestern Vormittag, angesicht des strahlend blauen Himmels. Der sonnige Mittag und das laue Lüftchen am Nachmittag haben den noch kühlen Vormittag abgelöst.

Das Lob gilt allen Aktiven
"Ein initiatives Dörfli", lautet das Lob von Auswärtigen. Das ganz gemischt zusammengesetzte Organisationskommitee fürs erste Biedermeier-Festival im Weisstannental durfte auf starke Unterstützung vom Unterland zählen. In ehrenwerten und originellen Kleidern haben alle Mitmachenden beim Umzug gefallen. Anführen durfte ihn in der Kutsche der Melser Gemeindepräsident Guido Fischer. Auch beim Ball war er mit Gattin Mirjam bei den ersten Tanzenden. Aufgefallen sind beim Umzug auch das Melser Biedermeier-Bläserquintett, mehrere Familien.

Thomas Good mit seinem Fahrrad, die Trachtengruppe Weisstannen mit ihren Wildheuern, die Drehorgelgruppe, das Fuhrwerk mit Kuh, die Postkutsche, und vorallem viel arbeitsames Volk - auch aus dem benachbarten Taminatal.
"Biedermeier gilt als die Zeit des Rückzugs ins Idyll, in ein harmonisches, ländliches Leben, beschaulich und friedlich", charakterisiert Guido Fischer den Anlass. die 30 Umzugsgruppen haben diesem Anspruch nachgelebt und fleissig mitgewirkt.

Ein grossartiges Angebot
Der Umzug hat mehr Teilnehmer gezählt, als das Dorf Weisstannen Einwohner hat. Grosszügig gezeigt haben sich die Organisatoren beim ersten Durchgang des Biedermeier-Festivals gegenüber den Besuchern. Nicht alle Zuschauer haben sich mit einem blauen Bändchen zur Zahlung des Eintritts geschmückt - aber alle haben ihr Gefallen mit immer wieder aufbrausendem Applaus kundgetan.

Drehorgelmusik passt einfach immer!
Text:Elias Bricker / Fotos: Seelisberg Tourismus

Bereits zum 16. Mal fand in Seelisberg das Drehorgeltreffen statt.
Reinhard Horn erklärt seinen Zuhörern, warum Drehorgelspielen durchaus schwierig sein kann.
Von der "Steiner Chilbi" über "Country Roads" bis zum "Holzmichel": In Seelisberg etrtönen am Wochenende fröhliche Klänge An der Treib und an vier Plätzen im Dorf gaben Drehorgelspieler aus der ganzen Schweiz ihre Stücke zum Besten. Denn am Samstag und Sonntag fand zum 16. Mal das Seelisberger Drehorgeltreffen statt.

Überall, wo die Musikanten mit ihren Leierkästen auftauchten, blieben die Leute stehen, lauschten den Melodien und wollten selber einen Blick in das Innere der Orgel werfen und die Musikanten - zum Teil in selbst genähten Biedermeier-Kleidern - erklärten den Passanten geduldig, wie so eine Drehorgel überhaubt funktioniert.
Muskeln können schmerzen
"Kann eigentlich jeder Drehorgeln spielen?", war wohl die häufigste Frage, welche die Musikanten zu beantworten hatten. Denn bei einer Drehorgel müssen die Spieler ein Papierband mit Löchern in die Orgel einspannen.

Dank dieser Löcher kommt überhaupt erst Luft in die vielen Orgelpfeifen. "Theoretisch kann wirklich jeder Drehorgel spielen", erklärt Reinhard Horn. "Die Schwierigkeit besteht aber darin, dass man nicht schneller oder langsamer wird. Die Kurbel muss rund laufen." Zudem könne man Lieder mit unterschiedlicher Geschwindigkeiten, den Registern und einem Dämpferknopf ganz verschieden interpretieren. Seine Frau Gerda ergänzt mit einem Schmunzeln: "Drehorgelspielen geht in den Arm." Vor allem bei ungeübten Spielern schmerzen die Muskeln relativ bald. "Richtig schwierig wird es aber, wenn man versucht mit anderen zusammen zu spielen", weiss Reinhard Horn.

Musikanten werden eingeladen.
R. Horn und sein Frau Gerda aus Wängi im Thurgau kommen schon seit Jahren immer wieder nach Seelisberg. "Hier treffen wir Kollegen, die wir sonst vielleicht kaum sehen", sagen sie. Das Drehorgeltreffen ist aus Seelisberg nicht mehr wegzudenken. Was vor rund 20 Jahren auf Initiative einzelner Musikanten begann, ist zur Tradition geworden. Das Treffen findet inzwischen alle zwei Jahre statt. Am Samstag stehen jeweils die Platzkonzerte im Vordergrund. Am Sonntag begleiten die Musikanten die Messe mit der anschliessenden Autosegnung.

Am Nachmittag geben sie ein Schlusskonzert auf dem Bahnhofplatz - so auch gestern. 21 Spielerinnen und Spieler aus der ganzen Schweiz reisten zum Treffen an. "Wir laden die Spieler ein, welche wir am Treffen dabei haben möchten", sagt Christoph Näpflin von Seelisberg Tourismus, der seit einigen Jahren für die Organisation zuständig ist. R. Horn seit rund 22 Jahren Drehorgel und ist durch seinen Vater, der für einen Bazar eine Drehorgel gemietet hatte, vom Orgelvirus angesteckt worden. In der Szene kennt man R. Horn als "der Holländer". Denn der Thurgauer mit niederländischen Wurzeln, trat früher in einer Holländer-Tracht auf. Seit die Kinder flügge sind - wird der Pensionist heute von seiner Frau Gerda, bei Auftritten im In -und Ausland, begleitet. Sie würden oft in Kirchen auftreten - an Taufen, Hochzeiten, bei Messen oder sogar bei Beerdigungen. "Von der Wiege bis zur Bahre: Drehorgelmusik passt einfach immer", sagt Horn und lacht. Auf der Drehorgel kann man alles spielen - vom Kirchenlied bis zum Partyschlager.

"Keine Bettlerinstrumente mehr"
"Unser Hobby ist relativ kostenintensiv", sagt der "Holländer". "Desshalb sind wohl vorallem ältere Leute in der Szene aktiv. Nachwuchs gibt es kaum". Alleine die Papierstreifen mit den verschiedenen Melodien seien extrem teuer und würden zum Teil heute noch von Hand gefertigt. Auch eine Orgel koste mindestens 8`000.-- Franken - dazu käme noch der Unterhalt. Um die bis zu 80 Kilogramm schweren Orgeln und die dazugehörenden Wagen zu transportieren, brauche man fast einen Anhänger oder mindestens einen Kombi.

"Drehorgeln sind heute keine Bettlerinstrumente mehr", so Horn. "Doch ihre Technik fasziniert die Leute noch immer. Das sieht man ja auch hier in Seelisberg.
PS: Nach dem Schlusskonzert am Bahnhofplatz konnte die Kollekte von Fr. 169.50 Judith Durrer, der Co-Leiterin der Kinder - Jugendtanzgruppe Seelisberg, übergeben werden.

Alles im Angebot - vom musikalischen Abendgebet bis zum Morgenstern!
(Text: Rosmarie Mehlin Fotos: R.Horn)
Freunde der Drehorgelmusik und Schnäppchenjäger auf Flohmärkten pilgerten am Wochenende nach Bad Zurzach. Im Flecken fand das traditionelle Drehorgelfestival statt. Dieses lebt nicht nur von den Atraktionen, sondern auch vom Cachet des Kurortes.
Als es am Freitagabend Bindfäden regnete, drehten sie ihre Instrumente konzertant am Schärmen in der reformierten Kirche Bad Zurzach. Als sie samstags die Orgeln flottant durch die Hauptstrasse und Schwertgasse von einem Spielort zum anderen schoben, da lachte der Himmel blau und sonnengelb. Es war - oh Gott, ja! - Sommer und "Der Stern von Mykonos" zauberte obendrein akustisch Ferienstimmung in den Flecken. Vor 41 Jahren war dieser Schlager von Katja Epstein auf Platz 2 in der deutschen Hitparade. Nostalgie pur war - gäng wie gäng - auch am 26. Drehorgeltreffen Trumpf. "See you later Alligator", tönte es von einer, "Sail along silv`ry moon" aus der dritten Ecke.

"Was machst Du mit dem Knie lieber Hans", sangen an der vierten Ecke fünf wackere Mannsbilder den Peter Alexander - Hit: "Annelise, warum bist Du böse auf mich". Der Rotaryclub hatte die "Stammtischler" von ennet dem Rhein angeheuert, damit sie mit Instrumenten und Stimmbändern für einen guten Zweck sammelten.
Weihnachten auf dem LKW
Von nah und fern waren Männer und Frauen angereist, um mit Feingefühl und Leidenschaft drehend ihren liebevoll bemalten Instrumenten eine kunterbunte Vielfalt von Melodien zu entlocken.

Reinhard und Gerda aus dem thurgauischen Wängi berichten, dass sie von A, wie "Abendgebet" über Verdis "Nabucco", bis Z, wie "Zumba Zumba", sozusagen alles auf Musikrollen haben, was Ohr und die äusseren Umstände begehren: "Wir haben Musik für Hochzeiten, Geburtstage, Beerdigungen oder für Heiligabend beispielsweise: "Weihnachten auf dem LKW" der Amigos. Billig ist das Hobby nicht, wie das Schild an einer zum Verkauf stehenden "Stüber Trompeten Orgel" Baujahr 2004 mit 57 Pfeiffen und 3 Registern, schaltbar, total revidiert 2012 zu entnehmen war: Ohne Wagen jostet sie 14`000 Franken, der Wagen dazu 1`500 Franken und jede der 13 Notenrollen 150 Stützli. Nicht nur die Örgelispieler drehten mit Inbrunst; vor der Ochsenpassage tat die auch ein kleines Karussell. Gegenüber spielten die Damen der Ludothek mit Kalorien: Schmand - und Bailys Krokant - Torte, Quark - und Zucchettikuchen luden zum Verweilen bei einer Tasse Kaffee, aber bitte mit Sahne.

Drehorgeln verschönern den Gottesdienst!
(Text / Foto: C. Näpflin)

Am Samstag, 9. August begleiteten Drehorgelspieler die Abendmesse in der Kirche St. Michael mit ihren besinnlichen Klängen. Bereits im 18. Jahrhundert waren die Drehorgeln als Kirchen istrument bekannt.
Die Drehorgel ist nachweislich seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Zum einen benutzten Gaukler und Strassenmusikanten das vielseitige Instrument. Zum andern waren die Drehorgeln vor allem in England und Frankreich auch als Kirchen - und Saloninstrumente im Einsatz.

Mittels einer Kurbel oder eines Schwungrades wird die nötige Luft erzeugt, die dann über ein Ventil den gewünschten Ton hervorbringt. Waren es früher Lochbänder oder Walzen, die das Spielen von unterschiedlichen Melodien ermöglichten, sind es heute auch schon Programmträger, welche die gewünschten Musikstücke erklingen lassen.
Zahlreiche Kirchenlieder
Dank dieser Technik können sogar Kirchenlieder und zum Gottesdienst passende Musikstücke gespielt werden. So wurde z.B. das Lied "Gott wird dich tragen" ganz neu für die Drehorgel arrangiert. Am 9. August begleiteten vier Drehorgel - Spielerinnen und Spieler den Gottesdienst in der Pfarrkirche. Im Anschluss gab es noch ein ca. 1 Stunde dauerndes Platzkonzert beim Schulhaus.

Drehorgelmusik lag in der Luft!

(Text:Pascal Spalinger Foto:R.Horn)

Das Davoser Drehorgel Festival, das vom Freitag bis Sonntag in Davos durchgeführt wurde, war nur sehr bedingt vom Wetter begünstigt. Am Freitag während "davos@promenade" herrschten ideale Bedingungen, ehe gegen 21.00 Uhr ein Gewitter dem Treiben ein Ende setzte. Jedoch fielen sowohl das Open - Air - Konzert beim Bubenbrunnen sowie dasjenige auf der Bühne des Seehofseeleins den misslichen Bedingungen zum Opfer.

Das zweite Konzert wurde kurzerhand unter dem schützenden Dach der Parsennbahn - Talstation gegeben. Trotzdem Petrus den Drehorgelspielern nicht gut gesinnt war, zogen die Organisatoren Walter Fausch und Heinz Rathgeb ein positives Fazit. Man habe von den auswärtigen Drehorgelspielern nur positive Feedbacks erhalten und das Publikum habe die Darbietungen sehr positiv aufgenommen. Besonders gut kamen die Konzerte am Freitagabend sowie die beiden Kirchenkonzerte am Samstag und Sonntag an. Das Motto "Musik liegt in der Luft" wurde gekonnt in die Realität umgesetzt und dazu wurde ein Hauch Nostalgie in den Strassen von Davos verbreitet. Männiglich freut sich jetzt schon darauf in zwei Jahren ins Landwassertal zurückzukehren. Dann soll das nächste Drehorgel Festival statt finden.

Drehorgel-Konzert Kirche Wängi
1. Dezember 2012

Eine grosse Schar von Musikfreunden von nah und fern, folgten am Samstagabend der Einladung zum Drehorgel - Konzert in Wängi. Sie wurden vom Organisator Reinhard Horn herzlich wilkommen geheissen. Fünf Prachts - Exemplare standen bereit, um die erwartungsvollen Besucher zu erfreuen. Die fünf Spielerinnen und Spieler entlockten den Instrumenten im Duo, Einzeln oder im Trio, die verschiedensten Melodien. In Klassik, unter anderem, den Gefangenenchor aus der Oper "Nabucco"
von Verdi oder "Die kleine Nachtmusik" von Mozrt. Daneben volkstümliche Unterhaltungsstücke verschiedenster Komponisten. Bereichert wurde das Programm durch den Gesang der Familie Horn, Mutter Gerda, Vater Reinhard und Tochter Cynthia. Dabei wechselten sich Gerda und Reinhard an der Orgel ab.


Herr, wie du willst - soll mir gescheh`n,
und wie du willst - so will ich geh`n.
will deinen Willen nur versteh`n.
Herr, weil du willst - drum ist es gut,
und weil du willst - drum hab ich Mut,
mein Herz in deinen Händen ruht.

Das war eines der sechs vorgetragenen Lieder, ein eindrückliches Bekenntnis zur Adventszeit. Besondere Höhepunkte waren auch die Auftritte des 80 jährigen Drehorgelbauers, Josef Raffin, Ueberlingen.

Er liess sein Instrument besonders jubeln in allen Tönen und Lautstärken. Alle fünf Drehorgeln an diesem Konzert stammen aus seiner Werkstatt und bewiesen in 22 Musikstücken die vielen Spiemöglichkeiten.
Nach 90 Minuten würdigte ein langer, dankbarer Applaus das Musizieren der Künstler.
Die zusammengelegte Kollekte von Fr. 772.-- kommt der Sozialhilfe im Dorf Wäng zu gut.
Vielen Dank!
A. Denzler

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