Horns-Drehorgelmusik


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Berichte 2

Reise nach Ostende / Brügge
( Text:G.Horn/R.Horn Fotos:G.Dietschi/B.Wullschleger/R.Horn)
Am Mittwoch, 13.September trafen sich die 14 Drehorgelspielerinnen und Spieler in Felben/Wellhausen, um die Drehorgeln für die lange Reise nach Belgien vorzubereiten und auf den Anhänger zu verladen. Die Orgeln wurden mit Wolldecken gedeckt und mit Span-Sets auf dem Orgelwagen festgebunden.
Am Donnerstag, 14. trafen wir uns um 06.00 Uhr und um 06.30 Uhr ging die Reise los. Roman Scheiwiller, unser Chauffeur und Chef des Unternehmens, begrüsste uns, erklärte die Reiseroute, orientierte über die Pausen, welche er vom Gesetz her einhalten müsse.

Unsere gute Fee an Bord Anne-Marie übernahm den Service und brachte uns die gewünschten Getränke. Zu unserer Überraschung hatte Therese eine Schachtel mit selbst gemachten frischen Gipfeli dabei. Die Fahrt führte uns über Basel-Strassburg-Lüttich-Brügge nach Ostende zu unserem Hotel an der Nordsee, wo wir kurz vor 20.00 Uhr einrafen. Im Hotel erwartete uns Koen Machiels, unser Reiseführer für die kommenden Tage. Er begrüste uns herzlich und wir wurden mit einem Nachtessen nach Wahl verwöhnt, um erst anschliessend die Zimmer zu beziehen.
Freitag,15. September
Nach einer ruhigen Nacht, konnten wir uns am reichhaltigen Frühstücks-Buffet bedienen. Chauffeur Roman startete mit uns um 09.30 Uhr zur Stadtbesichtigung nach Brügge. Koen führte uns durch die verwinkelten Strassen und Gassen und wir bestaunten die Vielfalt der Häuser mit ihren verschiedenen Giebeln. Um 11.00 Uhr bestiegen wir eines der 20 Boote, welche in den Kanälen verkehren. Brügge nennt man auch Venedig des Nordens.

Wir sehen die Liebfrauenkirche mit dem zweithöchsten Backsten-Kirchturm der Welt (115.50M), vorbei am Rozenhoedkaai mit Blick auf den Belfried, einem markanten Turm im Stadtbild, dem Hotel Tuilerieen, mit seinen Glasfenstern aus Muranoglas oder an den Stiftungshäusern, einer malerischen Wohnsiedlung, die aus Wohltätigkeit für bedürftige, alte Leute oder Handwerkersleute gebaut wurde, kehrten wir nach ca. 45 Minuten an unseren Ausgangspunkt zurück. Nun zog es uns zum Marktplatz mit seinen imposanten Gebäuden. Es war auch Zeit eine Mittagspause einzulegen und wer wollte, hatte noch Zeit zum "Lädele". Um 14.00 Uhr machten wir uns auf den Weg nach Ostende. Dort erwartete uns das "Zeilchip Mercator", eine Dreimast-Barkentine. Diese ist 78.9m lang 11,09m breit hat einen Tiefgang von 4.5m und wiegt 778.86 Tonnen. Die 15 Segel haben eine Fläche von 1600 Qudratmetern. Der Grossmast ist 39m hoch. Das Schiff war das letzte belgische Schulschiff, das zu Ausbildung von Offizieren und Seeleuten der Handelsmarine eingesetzt wurde. Von 1932-1960 erhielten Kadetten auf dem Schiff ihre Ausbildung.

1960 machte das Schiff seine letzte Reise und liegt seit 1964 in Ostende. Um das Deck und das Schiff sauber zu halten, scheuerten die Kadetten die Planken mit einem Backstein. Die 2 Anker wiegen je 1250 Kg. und 1 Glied der Ankerkette wiegt 15 Kg. Unser Führer erklärte uns viel über die Seefahrt und die Geschichte der "Mercator". Nach der Führung genossen wir in einem nahe gelegenen Kaffee, wie die Flamen sagen "lecker" Kaffee und Kuchen. Die Heimfahrt zum Hotel machten wir mit dem "Kust-Tram"(Küsten-Tram) Nach dem Nachtessen vom Buffet liessen wir den Tag in einem der Restaurant des Hotels gemütlich ausklingen.
Samstag,16.September
Nach dem gemütlich, reichhaltigen, ruhigen Frühstück, konnte man den freien Vormittag mit einem Spaziergang am Nordseestrand oder so wie man gerne wollte, geniessen. Um 12.00 Uhr machten wir uns mit dem Bus, Anhänger und Orgeln auf den Weg nach Brügge. Roman und Koen führten uns auf einen, extra für uns reservierten, Parkplatz. Leider war Petrus nicht bei bester Laune, so dass es ab und zu etwas nieselte. Dank einiger trockenen Momenten konnten wir die Instrumente ohne Probleme einladen und mussten diese beim Hotel auch nicht zum trocknen ausladen. Ab 20.00 Uhr gaben 4 Spieler mit den verschiedensten Orgeln in der Hotel-Lounge ein Konzert für die Gäste.

Sonntag,17.September
Der Tag begann natürlich wieder mit dem ausgiebeigen Frühstücks-Buffet. Da auch die Sonne bereits aufgestanden war, genossen wir nochmals den freien Vormittag mit einem Strandbummel. Einige zogen Schuh und Socken aus, um im kühlen Wasser der Nordsee zu spazieren. Nach der Fahrt nach Sint-Kruis, einem Ortsteil von Brügge, verteilten wir uns in 4 Gruppen aufgeteilt, auf dem Markt. Von den Veranstaltern wurden wir herzlich begrüsst und mit Süessigkeiten reichlich verwöhnt. Beim Schlusskonzert hatten wir etwas mit den Gegebenheiten zu kämpfen, da immer wieder Musikgruppen oder andere lustigenTeilnehmer bei uns vorbei zogen. Andere Länder, andere Sitten!!!

Doch auch dieses Problem lössten wir mit Bravour!!! Von den Organisatoren, Seraphin Bouuart und Rita Peers wurden wir mit einem Gläschen Appenzeller und lieben Dankesworten verabschiedet. Da wir beim verladen der Orgeln, aus Sicherheitsgründen, etwas mehr Zeit brauchten, kamen wir verspähtet beim Hotel an und haben deshalb fast das Nachtessen verpasst. Wir genossen den letzten Abend gemütlich bei einem "Absacker" und blickten auf die letzten Tage mit einem lachenden und weinenden Auge zurück. Nun wurde es Zeit die Koffer vorzubereiten, damit am Morgen rechtzeitig gestartet werden konnte.

Montag,18. September
Es war früh Tagwache! Koffer, Orgelkleider packen. Schlüssel abgeben und ab zum Frühstück. Roman starte den Bus um 07.00 Uhr und los ging die Fahrt nach Hause. Um ca. 19.30 Uhr trafen wir nach einer unfallfreien Fahrt in Felben/Wellhausen ein. Nun ging es ans Ausladen aus dem Bus und dem Anhänger und einladen in den eigenen PW, damit man die Heimfahrt antreten konnte, was für alle Teilnehmer auch unfallfrei verlief.

Gerda und ich möchten uns bei allen Spielerinnen und Spielern für den tollen Einsatz, Anne-Marie und Sepp für die vielen Botengänge, Freeny und Koen Machiels, Rita Peers, Seraphin Bouuart, Ervé Lernout, Ch. Näpflin für die Organisation und ganz speziell Roman Schweiwiller für den Bus, Anhänger und die sichere, ruhige, stundenlange, unfallfreie Fahrt herzlich bedanken. Wir hoffen, dass Alle diese schönen, interssanten Tage geniessen konnten und somit eine weitere Episode im Drehorgel-Leben in guter Erinnerung bleiben wird.

Das 29. Drehorgeltreffen mit Floh- und
Antiquitätenmarkt war ein Erfolg!
(Bericht:U.Burgherr / Fotos:R.Horn)
"Fliege mit mir in die Heimat" schmettern die Stammtischler, sechs gestandene Mannsbilder aus Wutöschingen (D). Dazu spielen sie Bass, Banjo und natürlich Drehorgel. Im Publikum singen viele spontan mit. Die Sonne brennt. Die Stimmung ist heiter und von jeder Strassenecke erklingt eine andere Melodie. "Grichischer Wein" tönt es aus der Drehorgel von einem Spieler aus Aarburg. Ein Mann fängt dazu an zu tanzen und scheint dabei seine Krücken vergessen zu haben, auf die er sich stützt. Reinhard und Gerda Horn aus Wängi spielen auf ihren zwei Instrumenten synchron und geben "Il Silenzio" zum Besten.

Ein anderer Spieler scheint von seinen Gefühlen übermannt zu werden. Plötzlich intoniert er für seine Partnerin lauthals "O sole mio". 61 Drehorgelspielerinnen und Spieler haben sich für das 29. Drehorgeltreffen in Bad Zurzach angemeldet. Meistens sind es Ehepaare wie Martin und Louise Zumbach aus Baar, die ihr Hobby seit vielen Jahrzenhnten pflegen. Er wird demnächst 85 Jahre alt. Seine Drehorgel hat er selbst gebaut. "Aus Kostengründen", wie er sagt. Ein schönes Instrument könne schon mal auf 15`000.-- Franken oder mehr zu stehen kommen. Eigenhändig hat er Abertausende von kleinen Messingstiften auf der Walze fixiert, die während des Drehens das Clavis nach oben drücken.


Bruno Leoni aus Brugg steht mit seinem "Baby" unter einem Sonnenschirm, damit die Metallrohre von der Hitze nicht verzogen werden. Wie viel er für sein Sondermodell der bekannten Orgelbaufirma Raffin aus Überlingen bezahlt hat, will er nicht verraten. "Weltweit gibt es davon nur 10 Exemplare", bekundet er aber nicht ohne Stolz. Die meisten Drehorgelspielerinnen und Spieler sind adrett im Stil der Zwanziger Jahre gekleidet. Die Kapuzineräffchen, die früher die vom Puplikum hingeworfenen Münzen einsammelten, haben allerdings Plüschtieren Platz gemacht.



Lara Stürmer von Bad Zurzach Tourismus organisiert das Drehorgeltreffen gemeinsam mit Georg Dietschi. Auch er ein passionierter "Örgeli-Spieler", der mit seiner Frau Theres im Duo auftritt. Gab es einen Besuchereinbruch wegen der Badenfahrt? "Nein", sind sich beide einig, "wir sprechen ein ganz anderes Publikum an und rechnen mit etwa 4000 Leuten wie die Jahre davor." Anziehungspunkt sind neben den Drehorgeln auch die 77 Antiquitäten- und Essensstände.

Kein Ramsch

Ramsch, wie auf anderen Flohmärkten findet man in Bad Zurzach praktisch nicht. "Wir legen grossen Wert auf erlesene Waren, auch wenn sie ihren Preis haben", erzählt Dietschi. So sieht man denn eine alte Trompete neben einer antiken Kaffemühle, japanische Laternen aus Seide, kostbare Spitzenwäsche, alte Trachten und ein Stand mit Trockenfleischwürsten.

Mittendrin immer wieder Drehorgeln, die mit Leidenschaft zum Klingen gebracht werden. Der jüngste Spieler, Janik Meier aus Weiskirchen (D) ist erst 14 Jahre alt. Das Spektrum der Lieder hat sich im Laufe der Zeit verändert. Zwischen alten Schlagern und Gassenhauern streift beim Herumschlendern auch mal ein Hit aus den Charts das Ohr. Helmut Seitz aus Weissenhorn (D), meint: "Das Drehorgelspielen ist wie ein Virus. Wenn er Dich einmal gepackt hat, wirst Du ihn nicht wieder los". Damit spricht er allen Beteiligten aus dem Herzen.

Nostalgiefest weckt Sehnsüchte!
(Bericht:Ignaz Good / Fotos:R.Horn)
Man kann es drehen und wenden wie man will: Das Weisstannental ist in mancher Hinsicht ein wenig anders. Ein Bergtal, das aufhört zu pulsieren, ist heutzutage dem Untergang geweiht. Dass dies nicht passiert, dafür kämpfen die Bewohnerinnen und Bewohner der wildromantischen Talschaft seit Jahren vehement. Das vor drei Jahren ins Leben gerufene Nostalgiefest hat für zusätzliche Belebung gesorgt. Das Erfolgsgeheimnis des Events: Es ist die Mischung aus Gemütlichkeit und gut geplanten Sonderausstellungen sowie Demontrationen unserer Vorahnen. Dazu wurde die Strasse durchs Dörfli am Sonntag mit 18 Ständen zur Flanierzone für Besucher umfunktioniert.Von filigranen Handanfertigungen über natürliche Produkte, bis hin zu Kunst und Ziergegenständen oder Köstlichkeiten von Weisstannentaler Alpen konnten degustiert und erstanden werden.

Drehorgelspieler und alte Autos
Aber auch sonst gab es für grosse und kleine Besucher allerhand zu entdecken und zu erleben. Die schon bestehende Angebotspallette, wie die alte Post und Säge,wurden geschickt in den Event miteinbezogen. Zudem wurde der neu erstellte Familienspielplatz "Häxi-Böudili" freigegeben. Drehorgelspieler aus einigen Landesteilen, bezierzten mit ihren Melodien. Hingucker bildete die Sonderausstellung von alten Autos am Gufelbach. Auch das Wissen des Stammbaumforschers Pius Neyer fand grossen Anklang.

Vertaute Klänge, welche von Herzen zu Herzen gehen!
(Bericht;Ch. Näpflin / Fotos: P. Schmidt / R. Horn)
Am letzten Wochenende waren auf verschiedenen Plätzen in Seelisberg Drehorgelspielerinnen und Spieler aus der ganzen Schweiz und aus dem benachbarten Deutschland anzutreffen. Die älteste Orgel stammte aus dem Jahr 1878. Das Drehorgeltreffen in Seelisberg zeigte die grosse Vielfalt an Musik und Klängen auf, welche die farbenfroh gekleideten Spielerinnen und Spieler zur Freude der zahlreichen Zuschauer darboten. "Wir passen unsere Musik nach Möglichkeit dem Aufführungsort an" erklärte Reinhard Horn aus dem Thurgauischen Wängi, der das Treffen in Seelisberg zusammen mit dem Tourismusverein organisiert hatte.

So waren nebst Schlager, Klassiker und Gassenhauer auch regionale Melodien wie "Uf äm Stoos ob Schwyz" oder "Vo Luzern gägä Weggis zuä" zu hören. Da nur mechanische und keine elektronisch gesteuerte Drehorgeln am Treffen teilnahmen, klangen die Melodien von Teilnehmer zu Teilnehmer ganz unterschiedlich. "Jeder Spieler gibt dem Stück durch die Art und Weise, wie er die Orgel bedient, seine persönliche Note" schwärmte Reinhard Horn von der Drehorgelmusik. Nach seinen Angaben ist das Drehorgelspiel viel mehr als ein Hobby, es ist eine Begeisterung, welche einem nicht mehr los lässt.

"Zu sehen wie wir den Zuhörern viel Freude bereiten können, ist immer wieder ein super schönes Erlebnis" schwärmte er über seine schönste Beschäftigung, welche er seit seiner Pensionierung noch viel intensiver als früher betreibt. "Eine besondere Freude ist es, dass auch meine Frau begeisterte Drehorgelspielerin ist und wir so gemeinsam unterwegs sein können". Begeistert am Treffen in Seelisberg waren vor allem ältere Personen und Kinder, welche oft spontan zu tanzen begannen zum Spiel der Orgeln. Aber auch eine Gruppe, welche den Polterabend feierte, kam fast nicht mehr los vom Drehorgelspiel. Ein spezielles Erlebnis für viele war der sonntägliche Gottesdienst, welchen die Drehorgelspieler begleiteten.

Eine selbst gemachte Drehorgel als Geschenk

Die älteste Orgel, welche am Treffen mit dabei war, spielte Max Heller aus Wetzikon. Seine Orgel stammt aus dem Jahr 1878 und unterscheidet sich von den heutigen Orgeln in der Bauart und Klang. "Es ist wunderschön, dass ein solch altes und kleines Instrument noch einen so tollen Ton hervorbringt" meinte eine Besucherin ganz begeistert am Drehorgeltreffen in Seelisberg. Mit einer Walzenorgel von 1880 konnten die zahlreichen Besucher am Wochenende eine weitere Orgelrarität in Seelisberg bestaunen.

Speziell ist auch die Drehorgel von Linde Kink aus dem deutschen Bad Waldsee. Die Orgel hat ihr Mann Harald selber gebaut und seiner Frau zum Geschenk gemacht. Beim grossen Finale mit allen Orgeln wurde eine Kollekte zu Gunsten des Kindergarten Seelisberg auf genommen. Es konnte der schöne Betrag von Fr. 485.65 übergeben werden. Mit dem Abschlussgesang aller Mitwirkenden bedankten sich die Drehorgelspielerinnen und Spieler beim Publikum für das schöne Wochenende in Seelisberg!

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